Dialog im Dunkeln

Eine Exkursion der Klasse 8b der Fichtenberg-Oberschule in Steglitz


 

Unsere Schule, die Fichtenberg-Oberschule liegt in der Rothenburgstr. in Berlin-Steglitz. Nur einige 100 m entfernt von uns liegt die Johann-August-Zeune-Schule. Schon seit über 100 Jahren können hier Blinde und Sehbehinderte zur Schule gehen, sie heißt daher für uns kurz: Blindenschule. Außerdem befinden sich in der Rothenburgstr. noch das Blindenhilfswerk und das Blindenmuseum. Auf dem Gelände des Blindenhilfswerks gibt es noch ein Wohnheim für Blinde und schließlich ist eine Querstrasse der Rothenburgstr., die Braillestr. nach dem Erfinder der international gebräuchlichen Blindenschrift benannt. Oft sieht man die Blinden mit ihren weißen Stöcken, wenn wir zur Schule gehen. Sie gehören für uns auch darum zum alltäglichen Erscheinungsbild, weil schon seit über 20 Jahren Blinde und Sehbehinderte an der Fichtenberg-Oberschule Abitur machen können. Auch in unserer Klasse ist ein blindes Mädchen, in unserer Nebenklasse befinden sich zwei sehbehinderte Schülerinnen. Eigentlich werden wir jeden Tag durch unsere Schulumgebung daran erinnert, dass wir zusammen mit Menschen leben, die nicht so gut oder gar nicht sehen können. Aber selten können wir uns in die Situation hineinversetzen, dass es um uns stockfinster ist und man sich allein auf sein Gehör und die anderen Sinne verlassen muss, um sich zurecht zu finden. Daher wollten wir die Ausstellung "Dialog im Dunkeln" besuchen, die vom 28. August bis zum  17. Oktober 1999 in einem extra dafür hergerichteten Raum im U-Bahnhof Steglitz vom "Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein" (ABSV) veranstaltet wurde. Ausgerüstet mit Foto- und Videokamera sowie Kassettenrekorder haben wir unsere Eindrücke dokumentiert und hinterher für diese Seiten aufbereitet.

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Klasse 8b der Fichtenberg-Oberschule Berlin-Steglitz
verantwortlich: Klaus-Peter Mühe
März 2000