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Hahn (Foto: Meschenmoser 2006)

Wir haben
9 wichtige Fragen zur

Vogelgrippe zusammengestellt.

Macht hinterher den Verständnistest.

1.) Was ist die "Vogelgrippe"?
Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung des Geflügels. Sie kommt vor allem bei Wildvögeln, Ziervögeln und Geflügel in Stallungen vor. In Deutschland leben hauptsächlich Hühner und Puten in Stallungen. Die Vogelgrippe ist keine neue Erkrankung. Schon seit über 100 Jahren ist sie bekannt. Neu ist, dass sie auch den Menschen gefährlich werden könnte. Seit Ende 2003 breitet sich die Vogelgrippe in Asien aus. Der Virus, der für das sterben der Vögel verantwortlich ist, nennt sich H5N1.

Gänse (Foto: Holger Thymian)


Wildgänse (Foto: Meschenmoser)

2.) Wie kommt die Vogelgrippe zu uns?
Möwe (Foto Meschenmoser 2006) Wie ihr wisst, gibt es Vögel, die im Winter in wärmeres Klima fliegen. Solche Vögel nennt man Zugvögel. Manche dieser Vögel fliegen um den halben Erdball. Eine Schwalbenart fliegt von Deutschland bis nach Südafrika und wieder zurück. Durch solche Zugvögel kann die Vogelgrippe zu uns kommen. Jetzt, wo es Frühling wird, kommen diese Vögel langsam wieder zurück und bringen den Virus mit.
Ein anderes Risiko besteht darin, das Reisende den Virus mit sich führen. Entweder in Form von Geflügelfleisch oder durch Andenken aus dem Urlaub. Es gibt aber auch Menschen, die mit krankem Geflügel Kontakt hatten und den Virus so unwissend nach Deutschland mitbringen.
Ente (Foto: Meschenmoser)
3.) Ist die Vogelgrippe für den Menschen gefährlich?
nicht anfassen (Foto: Meschenmoser)
Ja, wenn man sehr engen Kontakt mit den Tieren hat. Man sollte diese Tiere nicht streicheln. Hat man kranke Tiere angefasst, dann muss man sich auf jeden Fall die Hände waschen. Außerdem scheiden die Vögel den Krankheitserreger über den Kot aus. Also Finger weg von Vogelkot und Federn.
Trotzdem: Der Virus kann im Moment noch nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die ganze Welt hofft nun, dass sich das auch nicht ändert, ansonsten sind wir alle in Gefahr.

4.) Helfen bekannte Grippemedikamente?

Im Moment gibt es keinen Impfstoff gegen die Vogelgrippe für den Menschen. Das ist aber auch nicht nötig, da Menschen sich nur unter gewissen Umständen anstecken können. Man muss sehr engen Kontakt mit den Tieren haben, um sich gegebenenfalls anzustecken. Nur, wenn man Geflügel intensiv anfasst, deren Kot in den Mund bekommt oder mit dem Blut oder Speichel der Tiere in engen Kontakt kommt, ist man gefährdet. Also, wenn man eine Wunde hat und diese Flüssigkeiten kommen damit in Berührung oder man bekommt sie in den Mund, ist eine Gefährdung vorhanden.


Ente (Foto: Meschenmoser)

Schwäne (Foto: Meschenmoser)
Wichtig ist, dass zurzeit noch kein Fall bekannt ist, wo der Erreger von Mensch zu Mensch übertragen wurde. Sollte es zu einer Übertragung der Vogelgrippeviren von Mensch zu Mensch kommen, so wird die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Empfehlungen zur Impfstoffherstellung aussprechen. Zur Vorbereitung auf eine weltweite Grippewelle (Pandemie) wird geplant, die rund 80 Millionen Bundesbürger innerhalb von 16 Wochen nach Beginn der Pandemie mit einer ersten Impfdosis zu versorgen und mit einer zweiten nach weiteren sechs Wochen. Ein wirksamer Impfstoff kann erst dann entwickelt werden, wenn das tatsächlich von Mensch zu Mensch übertragbare Virus bekannt ist.
5.) Was kann der Einzelne konkret tun?

Zurzeit sind nur Menschen erkrankt, die sehr engen Kontakt mit kranken Tieren hatten. In Asien ist es ganz normal, dass Menschen mit Hühnern und anderen Tieren zusammen in einer Hütte schlafen. Bei so einem engen Kontakt ist es in absoluten Einzelfällen vorgekommen, dass sich Menschen angesteckt haben.
Da ihr aber nicht mit Vögeln in so einem engen Kontakt steht, ist die Gefahr sehr gering. Viele von euch haben einen Wellensittich zuhause, aber das ist nicht gefährlich: Er kommt nämlich nicht mit wilden Vögeln in Kontakt und ist außerdem in einem Käfig.
Menschen, die aber einen so engen Kontakt mit Geflügel haben, wie Geflügelstallbesitzer, sollten von jetzt an Atemmasken und Schutzanzüge tragen.

Pute (Foto Holger Thymian)

Für euch ist ganz wichtig, sich von Wildgeflügel fern zu halten.

Bitte hebt keine Federn auf.

Berührt keinen Vogelkot. Sollte es doch passieren, dann wascht euch gleich die Hände!

Füttert keine Enten, Schwäne oder andere Vögel die draußen leben.

Im Moment auf keinen Fall Vögel streicheln oder tote Tiere anfassen.

Haltet euch von Vogelhäuschen und Nestern fern, denn auch Singvögel sind wilde Vögel.

Wascht euch häufiger die Hände, wenn ihr im Sand gespielt habt oder draußen gewesen seid.

Höckerschwan (Foto Meschenmoser 2006)

6.) Was muss man beim Essen von Hühnerfleisch (Geflügel) beachten?

Gänse (Foto: Holger Thymian)

Für Geflügelfleisch gilt immer der Grundsatz: es muss lange gebraten oder erhitzt werden, denn der Virus stirbt bei über 70 Grad ab.
Außerdem wurde nach Deutschland fast ausschließlich Hausgeflügel aus den EU-Mitgliedstaaten (99,8%) importiert.

7.) Was ist die bundesweite "Aufstallung"?
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kann eine so genannte Aufstallung verlangen: Da die Gefahr einer Ansteckung einheimischer Vögel durch Zugvögel besteht, können die Halter von Vögeln und Geflügel aufgefordert werden, die Tiere in geschlossenen Ställen zu halten. Möwe (Foto Meschenmoser 2006)
8.) Was ist mit rohen Eiern?
Kann man durch sie krank werden?
Eier (Foto Holger Thymian) Der Erreger kann über rohe Eier übertragen werden, sofern die Tiere infiziert sind. Deswegen ist das Durcherhitzen von Eiern wichtig und tötet den Erreger ab. Also im Moment besser rohe Eier meiden und hart gekochte Eier genießen. Gleichwohl ist anzumerken, dass es bei einer Infektion mit H5N1 zu einer drastischen Verminderung der Legeleistung sowie zu erheblichen Todesfällen kommt, so dass die Vermarktungsmöglichkeit betroffener Betriebe sehr eingeschränkt ist.
9.) Darf ich meine Haustiere noch frei laufen lassen?
Es bestehen keine Gründe anderen Tieren als Geflügel den Auslauf/Freilauf zu verwehren.

Die Fragebögen sind als Anregung zu verstehen und haben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit:

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Ente (Foto Meschenmoser)

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wir-in-berlin 27.02.06