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Regenwürmer (Foto Meschenmoser)
Regenwurm (Foto Meschenmoser)

Nur mutige Würmer fressen alleine

Die Angst treibt Nematoden dazu, gemeinschaftlich zu fressen. Dies hat eine amerikanische Forscherin jetzt festgestellt. In ihren Versuchen setzte sie Würmer der Art Caenorhabditis elegans mit E.coli-Bakterien zusammen, deren Geschmack die Würmer verabscheuen. Wenn sie jedoch keine andere Nahrung finden, rotten sich deutsche und australische Nematoden zum gemeinsamen Mahl zusammen. Britische Würmer fraßen dagegen lieber alleine. Um der Ursache für dieses unterschiedliche Verhalten auf die Spur zu kommen, untersuchten die Forscherin und ihre Kollegen über zweitausend Wurm-Gene. Mit Hilfe von so genannten Gen-Chips fanden sie, dass die Einzelgänger und die Gruppentiere sich in 73 Genen unterscheiden. Die Forscherin glaubt, dass sich diese Unterschiede auf das Selbstvertrauen der Würmer auswirken. Wenn sie von den widerwärtig schmeckenden Bakterien umgeben seien, blieben nur die Tiere mit viel Selbstvertrauen alleine. Die übrigen Tiere suchten förmlich die Gesellschaft der Artgenossen. Nach Ansicht der Forscherin sind die Forschungsergebnisse nicht auf Fadenwuermer beschränkt. Wie sie glaubt, könnten auf ähnliche Weise auch menschliche Verhaltensweisen untersucht und erklärt werden.
zum Unterrichtsprojekt "Rund um den Regenwurm"

 

Feuer und Schwefel halten Würmer getrennt

Untermeerische Quellen, aus denen sehr heißes und mineralienreiches Wasser austritt, sind der Lebensraum einer bizarren Tierwelt.
Meist kommen die hier lebenden Arten jedoch nur in einem bestimmten Abstand von der Quelle vor. Am Beispiel zweier Tiefsee-Würmer konnten amerikanische Meeresforscher nun zeigen, wie die Chemie des Meerwassers und die speziellen Anpassungen der Tiere zusammenspielen.
Mit einer besonders widerstandsfähigen Messsonde konnten Temperatur und Zusammensetzung des Meerwassers in der Umgebung der Quelle und sogar innerhalb der Wohnröhren der Würmer erfasst werden.
Die Forscher entdeckten, dass der bakterienfressende Pompeji-Wurm (Alvinella pompejana) in bis zu neunzig Grad Celsius heißem Wasser direkt an der Quelle lebt. Bei diesen Temperaturen verbindet sich das im Meerwasser gelöste Eisen mit dem im Quellwasser gelösten Schwefelwasserstoff. Diese Bindung schützt den Wurm vor dem giftigen Schwefel. Ganz anders dagegen der so genannte Röhrenwurm (Riftia pachyptila): Für seine Ernährung ist er direkt auf den Schwefelwasserstoff angewiesen. Daher kommt er nur in größerer Entfernung von der Quelle vor, wo die Temperatur nicht über dreissig Grad Celsius steigt und reichlich Schwefelwasserstoff vorkommt. Quelle: University of Delaware, 11.4.01 Forschung: George W. Luther III, S. Craig Cary, College of Marine Studies, University of Delaware, Lewes; Donald B. Nuzzio, Analytical Instrument Systems, Inc., Ringoes, New Jersey; in Nature, Vol. 410, No. 6830, 12.4.01, pp 813-816

Quelle:
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wir-in-berlin 25.05.05