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  Rubrik: wir-in-berlin im Zoo
Knut tut gut – Eisbär bringt Berlin in Schwung

Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)

Der weiße Riese unter den Bären streift durch die eisigen Weiten der Arktis. Dieses majestätische Tier ist der wahre König des Nordens. Der Eisbär wohnt also nur auf der Nordhalbkugel in freier Wildbahn. In der sibirischen Arktis wurden schon Eisbären-Männchen entdeckt, die mit ihrem starken Winterspeck 1.000 Kilo wogen! Das sind aber gewichtige Ausnahmen. Normalerweise werden die bis zu 2 Meter langen Tiere etwa 600 Kilo schwer.

Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)
Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)

Unser Knut ist davon noch weit entfernt. Der knuddelige kleine Kerl wurde
am 5. Dezember 2006 geboren und wiegt gerade einmal 16 Kilo und sieht aus wie ein Stofftier.

Ganz Berlin ist aus dem Häuschen. Grund genug für das Wir-in-Berlin Team dem kleinen Eisbären einen Buch abzustatten:

Was für ein Medienrummel uns dort erwartete, überraschte uns dann aber doch. Nicht nur Knut sondern auch die Tierpfleger sind in der ganzen Welt bekannt und berühmt geworden. So berichtete ein Freund, der neulich aus Rio de Janeiro zu mir kam, dass selbst dort Knut - samt Pfleger - im Fernsehen zu sehen war.

Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)
Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)

Es beginnt das große Schauspiel Knut.

Zunächst stellt man sich im Berliner Zoo an einer langen Schlange an und wartet, dann wird man in einen abgesperrten Bereich geführt und darf Knut für 10 Minuten beobachten. Toll ist, dass die Kinder direkt an das Gehege dürfen und die großen Erwachsenen ihnen nicht im Weg stehen.

Ein Herr von dem Wachpersonal gibt kurze Anweisungen und kündigt Knut samt Pfleger wie einen Popstar an. Anschließend erscheinen der Tierarzt, Pfleger und Knut. Leider war es nachmittags und Knut war schon ein wenig müde. Ja, auch kleine Eisbären brauchen einen Mittagsschlaf. Alle Zuschauer sind begeistert und klatschen. Knut schlendert im Gehege hin und her und lässt sich bewundern. Man merkt, dass er diese Auftritte gewöhnt ist. Dann balgt er ein wenig mit dem Pfleger und schläft dann langsam ein.

Als wir ihn dort so liegen sahen, fiel auf wie sich diese Bären rundum an ihre  natürliche eisige Umgebung angepasst haben: Die Eisbären-Ohren sind sehr klein, damit die Kälte keine Angriffsfläche hat. Und die breiten Fußsohlen sind behaart für einen sicheren Tritt auf dem Eis. Außerdem wachsen zwischen den Zehen "Spannhäute", die das Schwimmen erleichtern.

Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)
Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)

Der lange, dichte Pelz hält nicht nur warm, sondern Wasser läuft besonders schnell von ihm ab. Außerdem sind die Haare hohl. Durch sie wird das Sonnenlicht, wie durch einen Strohhalm, auf die Haut geleitet. Die Haut des Eisbären ist schwarz, er ist also der einzige dunkelhäutige Bär auf der Welt. Das Sonnenlicht trifft auf die dunkle Haut und wärmt den Bären dadurch perfekt.

Warum Knut eine blaue Zunge hat

Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)

Das weiße Fell hingegen ist eine hervorragende Tarnung in seinem weißen Lebensraum. So kann er sich unbemerkt an seine Beute heranschleichen. Eisbären fressen am liebsten Robben oder Fische. Dabei sind sie sehr erfolgreich und können in diesem feindlichen Lebensraum überleben.
Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)

Doch Vorsicht, Eisbären sind gefährliche Jäger. Auch Knut wird bald nicht mehr bei seinem Pfleger sein können, denn auch er ist ein wildes Tier und kann bald mit einen Prankenschlag Menschen sehr schwer verletzen. In der Vergangenheit gab es schon einige, meist tödliche Unfälle mit Eisbären in Zoos. Dadurch, dass die Tiere so niedlich wirken springen manche Besucher in das Gehege, um mit ihnen zu spielen und werden dann von den Tieren schwer verletzt.


Aufgrund des Klimawandels machen sich viele Naturschützer große Sorgen um die Zukunft der Eisbären. Da es immer wärmer auf der Welt wird, werden bald die Eismassen am Pol abschmelzen und somit der Lebensraum für diese gewaltigen Jäger zunehmend beeinträchtigt. Es ist jetzt schon zu verfolgen, dass die Eisbären immer näher an die Siedlungen der Menschen kommen und sie somit eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen.

Wir wünschen Knut alles erdenklich Gute und hoffen, dass er eine neue Eisbären Familie gründen kann, denn in die Familie, aus der er kommt, kann er nicht, da seine Mutter ihn nicht angenommen hat. Das ist häufig der Fall bei Eisbären und gar nicht so selten. Die Mutter war noch sehr unerfahren und wusste nicht, was sie mit den Kindern anfangen sollte. Würde man jetzt Knut in diese Familie zurückgeben, dann würde er von seinem Vater als Feind und Konkurrent angesehen und getötet.


Eisbär Knut (Foto: Götz Holger Thymian)
Der Berliner Zoo überlegt, ob ein neues Eisbärengehege für Knut angelegt wird oder Knut in einen anderen Zoo überführt wird, wo er seine eigene Familie gründen kann. Aber bis dahin muss Knut noch viel essen, spielen und wachsen.
Also nutzt eure Chance, Knut noch zu sehen, solange er so klein und knuddelig ist, wie euer Stofftier.
Hier könnt ihr die Eltern von Knut sehen.
Hier geht es zum Bärenlexikon.
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wir-in-berlin 07.05.07